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 ZahnkarpfenZahnkärpflinge (Cyprinodontiformes) sind eine Ordnung der Echten Knochenfische (Teleostei) und lassen sich in Lebendgebären- de und Eierlegende Zahnkarpfen unterteilen. Die sowohl im Süß- als auch im Brackwasser vorkommenden Fische leben in tropi- schen und subtropischen Gewässern. Wegen ihrer großen Farbenvielfalt sind die Zahnkärpflinge eine der beliebtesten Fisch- gruppen
überhaupt. Außerdem gehören die meisten Arten zu den typischen
Anfängerfischen, da sie als robust gelten, leicht zu züchten
sind und wegen ihrer geringen Körpergröße auch in kleinen Becken
gehalten werden können.
Lebendgebärende Zahnkarpfen bringen ihre Jungen - wie es ihr
Name bereits erahnen lässt - lebend zur
Welt. Im Gegensatz zu anderen Fischen erfolgt die Befruchtung
innerlich. Das Männchen verwendet dazu die zu einem
Begattungsorgan umgewan- delte Afterflosse (Gonopodium). Der
übertragene Samen kann von den Weibchen gespeichert werden und
ermöglicht ihnen nach einer Paarung mehrmals zu werfen.
Zu dieser Familie zählen auch die Schwertträger, mit einer
schwertähnlichen Verlängerung der Schwanzflosse bei den Männ-
chen, sowie die Guppys, mit außerordentlich vielen
Farbvarianten. Ebenfalls lebendgebärend sind die Platys, die im
allgemeinen abgerundete Schwanzflossen besitzen, während die
Spitzmaulkärpflinge eine segelartig verbreiterte Rückenflosse
aufweisen.
Bei den Eierlegenden Zahnkarpfen, auch Killifische genannt,
handelt es sich um sogenannte „einjährige“ Saisonfische. Sie
ha- ben gezwungenermaßen nur ein kurzes Leben, da ihre natürlichen
Lebensräume in Afrika, Asien und Amerika während der
Tro- ckenzeit verschwinden. Zur Erhaltung der Art, legen sie ihre
Eier im Schlamm ab, wo sie bis zur darauf folgenden Regenzeit
ru- hen, während sie selbst verenden. Die Jungfische schlüpfen
dann, sobald die Gewässer durch neuen Regen wieder aufgefüllt
werden.
Im Aquarium sind die meisten Killifische aber erheblich
langlebiger und produzieren auch keine deratigen Dauereier. Lebensweise
Die meisten Killifische schwimmen in den oberen
Wasserschichten und leben einzelgängerisch. Viele zeigen
eine gewisse Ag- gressivität, sowohl gegenüber Artgenossen als
auch gegenüber artfremden Fischen und sollten daher
vorzugsweise in einem Artbecken gehalten werden.
Systematik
Die Ordnung der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes) ist
sehr groß und beinhaltet mit über 1150 Arten zahlreiche Familien
und Gattungen, die in der Aquaristik von großer Bedeutung sind.
| Reihe: |
Knochenfische (Osteichthyes)
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| Klasse: |
Strahlenflosser (Actinopterygii)
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| Unterklasse: |
Neuflosser (Neopterygii)
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Teilklasse: |
Echte Knochenfische (Teleostei)
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| Überordnung: |
Stachelflosser (Acanthopterygii)
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| Ordnung: |
Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
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Vieraugen (Anablepidae)
z.B. Vierauge (Anableps anableps)
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(Aplocheilidae)
z.B. Madagaskar-Hechtling (Pachypanchax
omalonotus)
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(Cyprinodontidae)
z.B. Teufelskärpfling (Cyprinodon diabolis)
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(Fundulidae)
z.B. Goldener Topminnow (Fundulus chrysotus)
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Hochlandkärpflinge (Goodeidae)
z.B. Ameca-Hochlandkärpfling (Ameca splendens)
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Prachtkärpflinge (Nothobranchiidae)
z.B. Günthers Prachtgrundkärpfling (Nothobranchius guentheri)
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Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae)
z.B. Guppy (Poecilia reticulata)
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(Profundulidae)
z.B. (Profundulus punctatus)
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(Rivulidae)
z.B. Agila-Bachling (Rivulus agilae)
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(Valenciidae)
z.B. Korfu-Kärpfling (Valencia letourneuxi)
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Konsequenz für die Aquaristik?
Wegen ihrer Anspruchslosigkeit werden
Zahnkärpflinge meist als ideale Einsteigerfische beschrieben
oder im Handel angeboten. Allerdings haben auch diese Fische
gewisse Ansprüche und fühlen sich erst bei ordentlicher Pflege und guten Haltungsbedingun- gen richtig
wohl.
Das Aquarium sollte auch nicht zu klein sein und zumindest
stellenweise eine dichte Bepflanzung aufweisen, damit die
von den Männchen oft hartnäckig verfolgten Weibchen Ruhe-
und Versteckplätze aufsuchen können.
Die
Beckengröße muß vor allem bei der Haltung von Schwertträgern oder
Segelkärpflingen beachtet werden. Diese Fische sind unter
aquaristischen Bedingungen sehr territorial und bei der
Verteidung ihrers Lebenraumes phasenweise recht aggressiv
ge- gen Artgenossen oder verwandte Arten.

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